Vakuumverfahren
Das Vakuumverfahren wird auch als Unterdruckverfahren bezeichnet. Das
Überdruckverfahren kann nicht überall eingesetzt werden. Wenn z.B. davon
ausgegangen werden muss, dass die Feuchtigkeit über eine sehr lange Zeit
eingewirkt hat, muss mit einem erhöhten Mikrobillenbefall (Stäube, Fasern und
Sporen) ausgegangen werden, welche bei einer Vakuumtrocknung nicht in den Raum
abgegeben wird. Aber auch Böden, welche durch Druck zerstört werden können wie
z.B. Gussasphaltestriche, die sich verformen oder auch statisch geschwächte
Bodenaufbauten welche reissen können. Aber auch Dämmungen wie z.B. Spreu, welche
bei einer Überdrucktrocknung extreme Geruchsimmissionen abgeben, welche nur
mit hohem Aufwand entfernt werden können. Ausserdem wird speziell in
empfindlichen Trocknungsobjekten wie Klinik-OP-Räumen, Altenheimen,
Verkaufsflächen, Apotheken etc. eine Unterdrucktrocknung angewendet.
Im Weiteren wird im das Vakuumverfahren angewendet, wenn in der Dämmschicht stehendes Wasser vorhanden ist. In diesem Fall wird das Wasser abgezogen und muss nicht über die Verdunstung der Raumluft entzogen werden. Dies bewirkt vor allem bei einer Faserdämmung ein ernorme Verringerung der Trocknungszeit.
Funktionsprinzip Dämmschicht und Hohlraumtrocknung im Vakuumverfahren
Durch einen Verdichter (Turbine) wird ein Vakuum erzeugt, die Raumluft wird z.B. durch die Dämmung gezogen welche durch einen Vorfilter im Bodenstutzen und durch einen Schlauch in den Wasserabscheider (optional bei stehendem Wasser) gelangt und von dort aus in den erwähnten Verdichter. Die Abluft wird nach aussen geleitet, welche optional durch einen HEPA-Filter gereinigt wird.
Das Vakuumverfahren ist nicht - wie oft von vielen Firmen moniert - ein neuartiges/modernes Verfahren. Auch die z.Z. dramatischen, gesundheitlichen Auswirkungen (vor allem in Deutschland) einer Überdrucktrocknung ist aus unserer Sicht in vielen Fällen übertrieben. Das einzig Neuartige ist, dass immer mehr Gerätehersteller solche Systeme bewerben und vertreiben.
Eine Vakummtrocknung ist aus technischer Sicht seit weit über 20 Jahren problemlos möglich. Wir trocknen seit 1994 mittels Vakuumverfahren.
1 = Wasserabscheider (optional); 2 = Seitenkanalverdichter
Wichtigste Vorteile der Trocknung im Vakuumverfahren
- Absolut emissionsfreie Trocknung möglich.
- Saubere Atemluft, die feuchte Prozessluft, welche meistens Schmutz- oder Staubpartikel, Fasern und Sporen aufweist, wird direkt nach draussen abgeführt, auf Wunsch auch gefiltert.
- Behagliches Raumklima ohne Temperaturanstieg.
- Akkustisch kaum wahrnehmbar bei Auslagerung der Gerätschaften.
- Die Räume können während der Trocknung voll weiter genutzt werden selbst das Schlafzimmer!
- Der Baustoff wird auf eine sehr schonende Art getrocknet.
- Bis 35% Energiekosteneinsparung, die feuchte Prozessluft wird direkt nach draussen geführt.
- Weniger Bohrlöcher notwendig.
- Oft ohne Beschädigung der Bodenbeläge möglich.
- Kurze Trocknungszeit, vor allem bei Faserdämmungen mit direkter Trockenlufteinflutung.
- Es ist nicht möglich, dass Wasser in Bereiche gedrückt wird, welche vor Beginn der Trocknung noch trocken waren.
- 100% Wiederinstandstellung garantiert.
- Kosten liegen nur bei einem Bruchteil verglichen mit einer Totalerneuerung.

