Mögliche Folgenschäden bei unfachmännischer Trocknung

Folgeschäden wegen Restfeuchtigkeit sind dank unserer Erfahrung und modernster Messtechnologie nicht möglich, daher gewähren wir Ihnen auf den ausgeführten Trocknungsauftrag eine Garantie von 5 Jahren.

Bei unsachgemässer Vorabklärungen/Trocknung können erhebliche Schäden entstehen. Mögliche Folgenschäden in einem Holzhaus ist z.B. ein holzzerstörender Pilzbefall.

Der Echte Hausschwamm (Serpula lacrymans) kann theoretisch bei einer Raumtemperatur von 3°C und einer Holzfeuchte von über 20% (entspricht ca. 90% r.F Ausgleichsfeuchte) entstehen. In der Praxis entwickelt sich der Hausschwamm meistens erst ab 20°C Raumtemperatur und einer Holzfeuchte von über 28%. Nadelhözer sind besonders anfällig. Der Hausschwamm besitzt die einzigartige Fähigkeit das Wasser über die Myzelstränge zu transportieren um das Holz zu befeuchten, das für das Pilzwachstum normalerweise zu trocken ist. Ein weiteres wichtiges Merkmal von Serpula lacrymans ist seine Fähigkeit durch Kalkmörtel, Putz und Mauerwerk auf der Suche nach Nahrung hindurchzuwachsen. Meist geschieht die Ausbreitung des Myzels unbemerkt unter Fussbodenbelägen, Teppichen und Täferungen und wird erst bemerkt, wenn der Schaden im wahrsten Sinne des Wortes unübersehbar ist. Seine Anpassungsfähigkeit an die Gegebenheiten in Gebäuden machen ihn zu einem der gefährlichsten holzzerstörenden Pilze, da er sehr schnell Schäden bewirkt und äusserst schwer zu bekämpfen ist. Andere holzzerstörende Pilze stellen ihr Wachstum ein, sobald die Feuchtigkeitsquelle beseitigt ist. Der Echte Hausschwamm wird dadurch nicht so schnell in seiner Entwicklung behindert, da er sich unter Umständen schon sehr weit im Gebäude ausgebreitet hat.
Ein sehr grosser Fruchtkörper des Echten Hausschwamms an einer Holzdecke. Auf dem Fruchtkörper werden Millionen Sporen von 0.01 mm Länge gebildet, die im Haus umherfliegen und sich auf feuchtem Holz niederlassen. Bei geeigneten Umgebungsbedingungen beginnen sie zu keimen und bilden ein als Myzel bezeichnetes Geflecht von Zellfäden. Der Myzelwachstum (bis 4 mm/Tg.) erfolgt durch vegetative Vermehrung der Hypenzellen, die jeweils an ihren Spitzen (apikal) wachsen und bei ausreichender Grösse durch mehr oder weniger starke Ausbildung von Querwänden neue Zellen bilden. Jeder Teil eines Myzels ist potentiell wachstumfähig. Wenn ein Fruchtkörper sichtbar wird, ist der Pilz seit mindestens einem Jahr aktiv.

 

Ein Becherling (Peziza sp.) der auf feuchtem, mineralischem Baustoff wächst. Der Pilz ist zwar kein Holzzerstörer, aber sein Vorkommen deutet auf gefährliche Feuchte hin, die sofort beseitigt werden muss, um einen schweren Befall durch den Echten Hausschwamm zu verhindern.